Warum ein Insektenhotel?
Bestäuber wie Wildbienen, Hummeln, Schwebfliegen und Marienkäfer leisten einen unschätzbaren Beitrag zur Bestäubung von Pflanzen – sowohl in der Landwirtschaft als auch im heimischen Garten. Leider schrumpft ihr natürlicher Lebensraum durch Bebauung und Monokulturen zunehmend. Ein Insektenhotel bietet diesen nützlichen Helfern einen sicheren Unterschlupf zum Nisten, Überwintern und Ausruhen – und ist gleichzeitig ein wertvoller Beitrag zum Naturschutz.
Materialien: Was man braucht
Ein Insektenhotel lässt sich einfach aus natürlichen Materialien und ein paar Werkzeugen bauen. Sie brauchen:
- Holzrahmen (z. B. alte Holzkisten oder selbst gezimmerter Kasten aus unbehandeltem Holz)
- Holzklötze, Bambusrohre, Schilfhalme, Tannenzapfen, Stroh
- Dachziegel oder Holzplatte als Regenschutz
- Hasendraht (zum Schutz vor Vögeln)
- Akkubohrer & Bohrer (6–10 mm Durchmesser)
- Säge, Hammer, Nägel oder Schrauben
- Schleifpapier
Tipp: Verwenden Sie ausschließlich unbehandeltes, naturbelassenes Holz!
2. Füllmaterial vorbereiten
- Holzklötze: Bohren Sie Löcher mit 6–10 mm Durchmesser in Längsrichtung. Die Löcher sollten mindestens 8–10 cm tief sein.
- Bambus & Schilf: In gleichmäßige Stücke schneiden (ca. 10–15 cm), die offenen Enden entgraten.
- Stroh & Zapfen: Diese Materialien bieten Unterschlupf für Ohrwürmer und Marienkäfer.
Umweltfreundliche Tipps
- Pflanzen Sie insektenfreundliche Pflanzen wie Lavendel, Salbei oder Wildblumen in der Nähe.
- Vermeiden Sie den Einsatz von Pestiziden und chemischen Düngemitteln.
- Lassen Sie im Herbst einige Gartenbereiche unaufgeräumt – dort finden Insekten natürlichen Schutz.
- Verzichten Sie auf Tropenholz – setzen Sie auf regionale, nachhaltige Materialien.
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